Über uns · Unsere Geschichte

Vom Pferdefuhrwerk zu RFID-automatisierten Logistiklösungen.

128 Jahre Familienunternehmen in fünfter Generation. Eine Geschichte vom königlichen Rollfuhrunternehmer am Rhein zu einem modernen Logistik- und Technologiedienstleister — erzählt in zehn Kapiteln.

1897 · Der Anfang

Ein königlicher Auftrag in Mülheim am Rhein.

Am 1. September 1897 wurde Peter Huppertz in Mülheim am Rhein die Stelle des vakanten königlichen Eisenbahnrollfuhrunternehmers übertragen. Seine Aufgabe: die reibungslose An- und Auslieferung aller Güter sicherzustellen — dort, wo Schiene auf Straße trifft.

Mülheim war zu dieser Zeit ein aufstrebender Industriestandort am rechten Rheinufer. Mit dem industriellen Wachstum wuchsen auch die Aufgaben: innerhalb weniger Jahre kamen Lagerhaltung und Möbeltransporte hinzu.

Um 1910 · Die zweite Generation

Jean Huppertz tritt ein. Transport noch mit Pferd und Wagen.

Um 1910 trat Jean, der älteste Sohn von Peter und Maria Huppertz, in das Unternehmen ein. Die Transporte wurden per Pferdefuhrwerk abgewickelt; die langen Strecken nach Berlin, Königsberg, Breslau, Frankfurt und Straßburg gingen über die königlich-preußische Eisenbahn.

„Wer nicht ständig an sich arbeitet, hört auf, gut zu sein." — dieses Leitmotiv prägt Huppertz bis heute.

1920er Jahre · Die Motorisierung

Acht Pferde, sechs Wagen — und der erste Lastkraftwagen.

In den 1920er-Jahren bestand der Fuhrpark aus acht Pferden und sechs Wagen. 1927 wurde der erste Lastkraftwagen angeschafft; drei weitere folgten rasch. Die motorisierte Ära des Unternehmens begann.

Historische Huppertz-LKW-Flotte
Historische Huppertz-Flotte — die LKW der frühen Nachkriegsjahre mit charakteristischem Schriftzug am Führerhaus. Archiv Huppertz.
1939–1945 · Unterbrechung

Der Krieg bricht den Fortschritt.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Erfolgsgeschichte. Die fast neuen Lastkraftwagen wurden beschlagnahmt; dem Unternehmen wurden stattdessen alte Fahrzeuge und 26 Pferde zugewiesen.

In diesen Jahren trat Peter Huppertz als Vertreter der dritten Generation in das Unternehmen ein. Die Geschäftstätigkeit beschränkte sich im Wesentlichen auf Motortransporte sowie die Verlagerung von Möbeln und Hausrat aus dem bedrohten Kölner Stadtgebiet ins Bergische Land.

1953 · Wiederaufbau

Neun Fernfahrzeuge, neue Niederlassungen in der ganzen Republik.

Mit Kriegsende begann der Wiederaufbau — und eine neue Erfolgsgeschichte. Bis 1953 waren wieder neun Fernlastwagen im Betrieb. Huppertz bezog ein neues Betriebsgelände und gründete Niederlassungen in Frankfurt, Nürnberg und Hamburg. Ein Transportnetz spannte sich über die Bundesrepublik.

1956 · Dritte Generation

Peter Huppertz übernimmt — mit internationaler Perspektive.

Nach dem Tod seines Vaters Jean übernahm Peter Huppertz 1956 die Geschäftsführung. Unterstützt von seiner Frau Renate öffnete er neue Tätigkeitsfelder: Ab Mitte der 1960er-Jahre deckte eine eigene Import-/Export-Abteilung europaweite LKW-Transporte sowie globale Luft- und Seefracht ab.

Bereits 1969 entstand ein Büro am Flughafen Köln/Bonn — ein früher Schritt in die internationale Logistik.

1982 · Vierte Generation

Renate Huppertz und der Sprung nach Köln-Niehl.

Nach dem Tod ihres Mannes übernahm Renate Huppertz 1982 die Geschäftsführung. Sie verlegte den Firmensitz nach Köln-Niehl, gründete den Geschäftsbereich „Werkslogistik" für die chemische Industrie und legte den Grundstein für logistische Dienstleistungen in der Automobilindustrie.

Diese beiden strategischen Weichenstellungen prägen das Unternehmen bis heute: Chemie-Inplant und Automotive sind die beiden tragenden Geschäftsfelder, aus denen Huppertz MSP, ASC und LS entstanden.

1990 · Neue Märkte

Ostdeutschland, Tschechien, Polen — Expansion nach der Wende.

1990 expandierte Huppertz in die neuen Bundesländer. Niederlassungen entstanden in Hettstedt (Sachsen-Anhalt) und Thalheim (Sachsen). Weitere Tochtergesellschaften wurden in Tschechien und Polen gegründet — das heutige grenzüberschreitende Netzwerk nahm Form an.

Seit 1999 · Das Doppel an der Spitze

Dr. Peter und Dr.-Ing. Anja Huppertz — Tradition trifft Technik.

Seit 1999 leitet Dr. Peter Huppertz, Sohn von Renate Huppertz, das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Dr.-Ing. Anja Huppertz. Diese Kombination aus kaufmännischer und ingenieurwissenschaftlicher Perspektive prägt den Kurs bis heute: kontinuierliche Prozessoptimierung, IT-Investitionen und Lean-Logistics nach dem Vorbild des Toyota-Produktionssystems.

Das Managementteam umfasst neben der Familie auch Hardy Jordan, Haldun Kahraman, Michael Kutzner und Frank Römer.

Heute · Die fünfte Generation

Julia, Robert und Patrick — und über 400 Kolleginnen und Kollegen aus 44 Ländern.

Die fünfte Generation ist bereits an Bord: Julia, Robert und Patrick. Über 400 Mitarbeitende aus 44 Herkunftsländern bilden heute das Rückgrat des Unternehmens — an den Kölner Standorten sowie in Tschechien und Polen.

Wir bieten unseren Kunden nicht nur Automotive-, Chemie- und Werkslogistik, sondern auch intelligente IT-Lösungen, Managementsysteme und Konzepte zur Prozessoptimierung. Nach dem Vorbild des berühmten Toyota-Produktionssystems leben unsere Mitarbeitenden Lean-Logistics: Arbeitsschritte, die keinen Wertbeitrag leisten, werden eliminiert.

Die Tradition, die Huppertz seit 1897 trägt: flexibel, schnell, kosteneffizient und in höchster Qualität auf die komplexen Anforderungen unserer Kunden zu reagieren.